• Die Post und ihr neuestes Kind: Der eBrief

    Es ist ja heutzutage praktisch Dinge schnell über das Internet zu versenden.
    Briefe kosten ja soviel Zeit. Schreiben, eintüten, Briefmarke rauf.
    B R I E F M A R K E? Ja wo ist die denn?

    Jetzt macht die Post massiv Werbung für ihr neuestes Produkt: Der eBrief. Ich hatte sie gestern im Briefkasten. Im Fernsehen wird dafür massiv Propaganda gemacht.
    Doch ist dieses Kind so gut?

    Die Post betont, das dieser eBrief ja so sicher sei.
    Das man mit diesem bei den Behörden und im Wirtschaftsleben rechtssicher seine Geschäfte abwickeln könne. Wirklich?
    Wie kann etwas sicher sein, wenn noch nicht einmal der zu verifizierende Standard feststeht?

    Zum anderen sollte man sich darüber im Klaren sein, das die Rechtsfristen mit dem dritten Tage der Zustellung an das Postfach zu laufen beginnen. Egal ob Wochenende oder nicht.
    Wie sieht es aus, wenn ich mal keinen Zugriff auf mein Postfach habe?
    Pech gehabt, werter Bürger!

    Jeder kennt das Problem, das eine Mail den Empfänger nicht erreicht.
    Hier wird die Beweislast nun umgedreht. Man hat als Bürger nachzuweisen das man die Mail nicht empfangen hat. Wie dies geschehen soll ist allerdings fraglich.

    Für diesen Service soll man auch noch Geld bezahlen.

    Der Gesetzentwurf zu diesem elektronischen Glück liest sich jedenfalls harmlos.